Moderne Hex-Schlachten Die Hexfelder verheißen Tiefgang, wo eigentlich keiner vorhanden ist.
Die taktischen Gefechte erinnern zwar zunächst an ein modernes Panzer General, doch dieser Eindruck verfliegt bald. Die Schlachten mit Infanterie, Artillerie und Panzern bieten taktisches Potenzial, da sich der Gegner nicht überrollen lässt. So entwickeln sich zähe Gefechte um die Fahnen, bei denen man auch das Gelände einbeziehen sollte: Gebirgsjäger haben einen Vorteil in den Bergen, Infanterie in der Stadt und Kanonen feuern vom Hügel weiter als aus einer Senke heraus. Leider entsprechen die Waffen nur grob ihren Vorbildern, obwohl bei den Deutschen eine Panzerhaubitze 3000 gibt. Aber der Panzer heißt z.B. nur Main Battle Tank (MBT) und nicht Leo 2, was ebenfalls unausgereift wirkt.
Die Hex-Kämpfe können unterhalten, machen es sich aber selbst schwer, das sie immer ähnlich ablaufen. Und daran vermag auch die 3D-Karte nix zu ändern. Man muss seine Geschütze möglichst geschickt einsetzen und feindliche Haubitzen mit Panzervorstößen ausschalten. Obwohl man auf der finster geratenen Weltkarte aus verschiedenen Richtungen angreifen kann, sind taktische Kniffe auf der Gefechtskarte kaum möglich, da das Gelände zu wenig hergibt. Aufgrund der überschaubaren Größe der Karten gibt zudem wenig Möglichkeiten, raumgreifend vorzugehen. Weiterhin ist die Zahl der Einheiten stets begrenzt, auch wenn diese durch die vielen Schlachten an Erfahrung gewinnen, sollten sie denn überleben. Die KI hält gut dagegen, so dass es zu spannenden Gefechten kommt. Man kann Schlachten auch automatisch entscheiden lassen, was eine gewisse Gefahr birgt, da die Berechnung nie die Effektivität möglicher Spieler-Entscheidungen einkalkuliert.
Internationaler Buhmann
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Diplomatie kann man sich sparen, da Soldaten alles regeln. |
Abseits der Kriegsführung gibt es kaum etwas zu tun, was sich auch im Umgang mit den anderen Ländern bemerkbar macht. Von echten Verhandlungen kann nicht die Rede sein, auch wenn es ein paar diplomatische Möglichkeiten gibt. Man kann zwar Abkommen und Bündnisse schließen oder Wissen tauschen, aber all das braucht man eigentlich nicht, wenn man keine entsprechende Mission zu erfüllen hat. Da man ohnehin ständig im Krieg mit seinen Nachbarn liegt, ist es unter dem Strich gleichgültig, was das Ausland über einen denkt.
So braucht man eigentlich nur eine Aktion: Die Kriegserklärung an einen Gegner. Blitzkrieger werden dies lahm finden, aber ohne hochoffiziellen Akt darf man nicht angreifen. So muss man immer eine Runde warten. International geächtet wird man aber trotzdem, was sich nur dadurch umgehen lässt, dass man Staaten angreift, die von den AN (!) im Spiel gebrandmarkt wurden. So verschwindet meist die Slowakei schon in der zweiten Runde im österreichischen Schlund, da sie zu Beginn zum internationalen Buhmann erklärt wird.