FIFA 22 ist auf PS4, One und PC etwas langsamer als im Vorjahr, generell müssen selbst erfahrene Spieler aber genau hinsehen, ob gerade das neue FIFA oder die Version vom letzten Jahr läuft. Wenn sie nicht gerade ein paar gute, neue Mechaniken nutzen, die in allen Fassungen von FIFA 22 Einzug gehalten haben: „Explosive Sprints“ geben euren Spielern auf den ersten Metern einen entscheidenen Vorteil, den Verteidiger oft erst nach einer Weile wieder gutmachen kann. Dann gibt es da noch eine neue Option, in der Defensive per rechtem Stick zum Wunschspieler zu wechseln, und einen Ausdauerbalken, der begrenzt, wie oft ihr einen Mitspieler zum „Zustellen“ abkommandieren könnt. Zusammen mit den behaltenen Neuerungen des Vorjahres (agiles Dribbling, kreative Läufe) sind das ein paar spannende Tools, um direkter Einfluss auf das Spiel zu nehmen.
Karriere-Knick?
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Langzeit-Fifalisten ärgern sich schon seit, äh langer Zeit über die spärlichen Neuerungen in den Karriere-Modi. Auch dieses Jahr ist es möglich, diese mit einem Star, einem selbst gebauten Neuling (wieder keine Frau!) oder mit Fokus auf den Trainerjob zu beginnen. Und wieder gibt es keine Möglichkeit, mit einem prominenten Spieler zu zocken, diesen aber trotzdem weiterzuentwickeln – schade. No-Name-Athleten kann man dafür nicht nur über einen Fähigkeitenbaum pimpen, sondern ihnen jetzt auch bis zu drei Vorteile zuweisen, die auf dem Platz automatisch aktiviert werden, wenn sie bestimmte Vorgaben erfüllt haben; das verschafft ihnen kurzzeitige Offensiv- oder Defensivboni. Außerdem kann man in FIFA 22 einen Club inklusive Namen, Wappen und Stadion selbst erstellen. Und neuerdings als Spieler auch mal nur von der Bank kommen. Das ist alles kein Hexenwerk, aber in der Summe nett.
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Voltet ihr schon immer eine coole Straßenkicker-Karriere hinlegen, dann bleibt bei besser FIFA 21. Denn EA hat seinen Volta-Spielmodus zwar wieder integriert und gefühlt noch tricklastiger gemacht, aber den kurzen Story-Modus des Vorjahres ersatzlos gestrichen. Dafür gibt es unter dem Punkt „Volta Arcade“ nun einige Fußball-Minispiele, die man aber nur online und am Wochenende zocken kann. Fußball-Tennis, das Ballern auf Mini-Tore oder ein Lichtfelder-Einfärben-Spiel sind ganz lässig – das meiste davon hat man aber schon vor über 20 Jahren so ähnlich in Virtua Tennis gesehen.
Einen Hauch von Story- und Volta-Charme gibt es im circa 20-minütigen Einführungs-Modus. Dort erlebt man als unbekannter Jungspieler einen Tag bei PSG, fährt Aufzug mit David Beckham, absolviert ein Training mit Mbappé und wird anschließend beim Schneider für den Champions-League-Abend eingekleidet. Das ist eine nette, harmlose Spielerei, die ein paar der neuen Mechaniken anreißt und die neue Grafikpracht zeigen soll. Und damit, ihr ahnt es schon, natürlich nur in den Next-Gen-Fassungen enthalten ist.