Eastward entführt in eine unterirdische Enklave, in der Menschen vor langer Zeit Zuflucht vor den schrecklichen Ereignissen an der Erdoberfläche gefunden und eine neue Heimat aufgebaut haben. Einer von ihnen ist der wortkarge Minenarbeiter John, der sich seit Kurzem um ein kleines, unternehmungslustiges Mädchen namens Sam kümmert, das er aus Trümmern geborgen und bei sich aufgenommen hat. Als Spieler übernimmt man die Kontrolle über das ungleiche Protagonisten-Duo.
Sam behauptet immer wieder, die Erdoberfläche gesehen zu haben, die sie als wunderschönen und alles andere als feindseligen Ort beschreibt. Doch die anderen Einwohner sind skeptisch, da bisher noch niemand, der sich an die Oberfläche gewagt hat, lebend zurückgekehrt sei. Doch eines Tages überschlagen sich die Ereignisse und die beiden landen in einem Zug mit unbekanntem Ziel und der Hoffnung, dass er sie nicht ins Verderben fährt…
Bezaubernde Inszenierung
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Auf ihrer ca. 30-stündigen Reise gelangen Sam und John an faszinierende Orte, treffen auf skurrile Charaktere und werden Zeuge unglaublicher Ereignisse. Die pixelige Welt, die sie erkunden, strotzt nur so vor liebevoller Details, Animationen und Geheimnisse. Dialoge und Aufgabendesign sind ebenfalls unglaublich charmant. Mal muss John in einem Wettkampf sogar absichtlich verlieren, um seinen Gegner glücklich zu machen und so weiterzukommen. Ein andermal bekommt Sam neue Schuhe geschenkt, über die sie sich so sehr freut, dass sie fortan schneller laufen kann. Und in Gesprächen wird man immer wieder auf sympathische Weise zum Schmunzeln gebracht.
Die als Speicherpunkte fungierenden Kühlschränke, von denen jeder eine andere Weisheit zum Besten gibt, sind ebenso grandios. Schade nur, dass es keine Sprachausgabe sowie lediglich englische und französische, aber keine deutschen Bildschirmtexte gibt. Ansonsten hätte es gerne auch mehr Abkürzungen bzw. Schnellreiseoptionen sowie einen anpassbaren Schwierigkeitsgrad geben können. Frust kommt dank fairer Speicher-, Versorgungs- und Rücksetzpunkte aber nur selten auf.
Wehrhaftes Duo
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Gegen die unterwegs lauernden Gefahren und Widersacher kann man sich anfangs nur mit Johns Bratpfanne verteidigen. Außerdem kann der versierte Bergarbeiter mitgeführte Bomben platzieren und sie anschließend sogar mit einem beherzten Pfannenschlag durch die Gegend katapultieren. Später greift er auch zu Schusswaffen, Flammenwerfer und weiteren Sprengkörpern.