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Ein Mann, ein Jetpack, eine Mission – so weit wie möglich zu kommen. Jetpack Joyride basiert auf einem simplen Spielprinzip, erweitert es aber um motivierende Extras. |
Monster Dash war cool. Und was war das Coolste am ganzen Spiel? Das Machinegun Jetpack, mit dem man nicht nur fliegen, sondern gleichzeitig auch Zombies zerschnetzeln konnte. Dieser Spaß bildet das zentrale Thema von Jetpack Joyride (JJ), minus die Zombies, dafür mit weitaus mehr Jetpack. Neben den Jetpacks stehen Barry auch diverse Vehikel zur Verfügung, die u.a. als Lebensversicherung dienen.
Spielerisch folgt Entwickler Halfbrick seiner Monster Dash-Vorlage auf dem Fuße: Barry rennt (bzw. fliegt) selbständig von links nach rechts, wobei die Geschwindigkeit immer weiter zunimmt. Hindernisse wie Elektroschocker, Raketen oder bratzelige Laserbarrieren stehen ihm dauernd im Weg, durch einfachen Druck auf das Touchpad kann er dank seines Jetpacks ausweichen. Das tut er (bzw. der Spieler) so lange, bis es einfach nicht mehr geht – so weit wie möglich zu kommen ist das eigentliche Ziel des Spiels, geballert wird nicht mehr. Dafür sollte man möglichst viele Münzen aufsammeln, denn für die gibt es verdammt viel freizuschalten: Weitere Jetpacks (die u.a. Laser oder Regenbögen speien), Klamotten für Herrn Steakfries (wie ein Nerd- oder Punk-Outfit) sowie Lackierungen und Münzmagneten für die Vehikel.
Was für Vehikel?
Abgefahrene Vehikel! Als ob das ballernde Jetpack noch nicht genug Blödsinn wäre, warten noch fünf bekloppte Transportmöglichkeiten auf Barry: Der »Little Stomper« ist ein Metal Slug-kompatibler Lauf-Mech, mit dem man hoch springen und gleiten kann. Der »Bad Ass Hog« sollte Monster Dash-Spielern bekannt vorkommen, der »Profit Bird« dagegen Fans von Tiny Wings. Diese und die anderen Vehikel haben den Vorteil, dass Barry damit ein Hindernis rammen kann, ohne dass das Spiel sofort vorbei ist – quasi eine kleine Lebensversicherung.
Halfbrick kann putzige Präsentation – das sieht man jedem ihrer Spiele an, sei es Monster Dash oder Fruit Ninja! JJ ist da keine Ausnahme: Die Grafik scrollt in mehreren Ebenen farbenfroh und wunderbar flüssig dahin – und noch dazu ist das Ganze eine Universal App, die vom iPod touch über das iPad bis hin zum iPhone 4 alle Auflösungen nativ unterstützt (auch wenn manche Icons in hoher Auflösung sehr zerfusselt dargestellt werden). Putzigerweise wird in jedem Durchlauf automatisch ein Bildschirmfoto gemacht – oft genug ist es uninteressant, ab und zu wird jedoch auch eine besonders coole Situation festgehalten. Wenn das der Fall ist, dann kann man dieses Bild im Foto-Ordner sichern lassen. Was leider nicht möglich ist, ist die Musik separat laufen zu lassen – das herrlich schmissige Getose ist wunderbar groovig und passt perfekt zur hektischen Action!