Was die Action-Expert*innen von Saber Interactive die letzten Jahre auf die Beine gestellt haben, zollt mir Respekt ab – allen voran ist da die Action-Granate Space Marine 2 zu nennen, die in unserem Test eine spitzenmäßige 9.0er-Wertung absahnen konnte. Und trotz dieser geballten Shooter-Expertise hatte ich nicht damit gerechnet, wie viel Freude ich mit John Carpenter’s Toxic Commando auf der gamescom 2025 haben würde.
Aber immer langsam mit den jungen Pferden – obwohl Saber Interactive ja eher auf Monstren macht. Das, und eine Vorliebe für Filmstoffe, haben die Macher*innen unter Beweis gestellt mit Titeln wie World War Z: Aftermath, oder das kommende Hellraiser: Revival. Zum Pressetermin gelockt hat mich zwar zunächst die Strahlkraft des Namens John Carpenter, doch nur widerwillig aus dem Gaming-Stuhl erhoben habe ich mich aus einem spielerisch blutrünstigen Grund …
Leben und Sterben in Zeiten der Zombie-Apokalypse
In meinem Notizbüchlein sticht ein ganz bestimmter Satz hervor, der meine rund einstündige Spielerfahrung ziemlich eindeutig zusammenfasst: „Hat sooooo viel Spaß gemacht!“, steht da in meiner Sauklaue zu lesen. Und genau so war’s auch. Gemeinsam mit drei anderen Pressekolleg*innen wurde ich in eine mit Gaming-PCs ausgestattete Ecke des Stands von Focus Entertainment gelotst – um nach einem kurzen Plausch einzusteigen ins gnadenlose Ballerbuden-Universum von Toxic Commando.
Gameplay-Trailer hier gucken:
Die Grundlagen sind unaufgeregt, versprechen erstmal altvertraute Loot-Shooter-Action. Zusammen mit meinen bis an die Zähne bewaffneten Team-Kammerad*innen werde ich auf eine weitläufige, frei erkundbare Karte geworfen, wo aufs Dach geschmissene Fahrzeuge, von Menschen verlassene Gebäude – und ein von irgendwo hinter der Botanik dringendes Röcheln unterlegt von Schlurf-Geräuschen beweist: In diesem Waldgebiet grassiert die Zombie-Apokalypse.
Und wie um die Schlussfolgerung zu untermauern, prescht bald ein erster … dann ein zweiter … bald ein dritter – ach, was halte ich mich mit kleinen Zahlen auf: Toxic Commando warf mir eine ganze Zombie-Armee mit allen lebensbedrohlichen Schikanen vor die Gewehrmündung. Zum Glück haben ich als Spielercharakter immer eine Primär- und Sekundärwaffe am Mann, um den übellaunigen Untoten die hohle Melone wegzuspratzen. „Das ist ja wie Left 4 Dead„, gluckste einer meiner Mitstreiter, was den Reiz dieses Action-Feuerwerks exakt beschreibt.
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Die einfachen Freuden der Adrenaline-Junkies – aus 3 triftigen Gründen
Dass die Action in John Carpenter’s Toxic Commando von vorne bis hinten funktioniert, liegt meiner Meinung nach (auch) an drei, ziemlich simplen Gründen. Erstens: Das Trefferfeedback. Selten hatte es mir in einem Shooter eine solch kindliche Freude bereitet, wenn Zombies und andere Untote bei Kollision mit Schussprojektilen ansatzlos zu einer Ketchupflaschen-artigen Blutwolke zerplästern. Herrlich!
Gameplay-Video ballert auch ordentlich:
Zweitens: Die Fahrzeuge – denn auf den ausladenden Maps der endzeitlichen Maps empfiehlt es sich, mit seinen bis zu drei Mitstreiter*innen ein gepanzertes Fahrzeug aufzusuchen, um damit nach allen Regeln der 80-Jahre-Actionfilm-Kunst durch Monsterhorden zu bürsten. Der eine hinters Lenkrad geklemmt, die nächste am stationären Geschütz, und ich selber ermöglichte es sich ans Chassis klammernden Untoten, „einfach mal loszulassen“ – mit ballistisch schlagkräftigem Nachdruck, versteht sich.
Schließlich drittens: Jenes befriedigende Gefühl, das sich für postapokalyptische Pistoleros einstellt, sobald man erfolgreich eine immer unbarmherziger heranrückende Gegnerschaft weggefegt hat – Welle um Welle, Scheusal um Scheusal. Das ist Teamwork, wenn man gemeinschaftlich auch die monsterstarrendste Hardcore-Herausforderung auf die leichte Schulter nimmt. Ihr merkt also: Ich habe die Stunde meines Lebens mit John Carpenter’s Toxic Commando gehabt – und prophezeie: Sobald der Multiplayer-Shooter 2026 seinen Aufschlag tut, wird’s bombastischer als bei John „Die Klapperschlange“ Plisskin persönlich.
Quellen: YouTube / @FocusEntertainmentOfficial, @BenGun

