Wer behauptet, Spielspaß vor dem Monitor müsse immer teuer sein, der lügt. Denn eine wunderprächtige Pixel-Kunst-Perle schnappt ihr euch aktuell für einen läppischen Centbetrag auf Steam, also für weit weniger als den Durchschnittspreis von 1,81 Euro für eine Kugel Eis. Wie so oft, gilt das Angebot nur für ein begrenztes Zeitfenster. Denn schon am 28. Juli wird das einfühlsame Coming-of-Age-Spiel Pixel Cafe wieder regulär bepreist sein.
Bis es so weit ist, wandert diese Genre-Mixtur aus Arcade-Time-Manager und Visual Novel jedoch für einen geradezu lächerlichen Kaufpreis von 76 Cent über die virtuelle Ladentheke. Und, nein, ihr habt euch nicht verlesen: Dieses mit über 500, insgesamt „sehr positiven“ Steam-Rezensionen bewertete Oldschool-Grafik-Kleinod wird aktuell mit einem 94-prozentigen Preisnachlass verramscht. Das ist fast schon ein Geschenk für Freund*innen scharfkantiger Pixelei-Abenteuer – die einer gut erzählten Story nicht abgeneigt sind.
Fast kostenlos auf Steam: Das herzallerliebste Spiel Pixel Cafe
Alleine der Trailer zu Pixel Cafe ist pures Retro-Gold, wenn innerhalb von knapp einer Minute und 40 Sekunden liebevoll gestaltete Blockgrafik über den Bildschirm flimmert. Genauer werden wir Zeuge, wie unsere Heldin, ein rothaariges Mädchen namens Pixel, das Kleinstadtleben hinter sich lässt, um in einer großen, zunächst einschüchternd wirkenden Metropole Fuß zu fassen. Der spielerische Clou liegt hingegen, wie eingangs erwähnt, in einem Mischmasch aus Arcade-Time-Manager und Visual Novel. Ihr changiert also zwischen reaktionsschnellem Gameplay und entschleunigtem Storytelling.
Trailer zu Pixel Cafe:
Auch in Sachen Worldbuilding wagt Pixel Cafe einen faszinierenden Brückenschlag: Schauplatz des total verpixelten Geschehens ist die fiktionale Stadt Karstok – einem städtischen Wohnraum, wo sozialistische Vergangenheit und kapitalistische Zukunft nebeneinander existieren. Auch das Setting ist für unsere Heldin also ein spannungsreiches. Apropos: Mit der Protagonistin werdet ihr im Spielverlauf zehn unterschiedliche Bars aufsuchen, wo ihr euch um Kund*innen kümmert, neue Rezepte lernt – und das alles hektisch miteinander zu jonglieren versucht. Aber in Pixel Cafe steckt auch eine Messerspitze Die Sims.
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Ihr dürft nämlich auch das alte Haus von Pixels Großmutter neu dekorieren. Anders gesagt: Für ziemlich unwiderstehliche 76 Eurocent schnappt ihr euch gerade auf Steam ein absolutes Gaming-Highlight, das insbesondere Fans einfühlsam erzählter Geschichten und blickschöner Retro-Präsentation unbedingt für sich entdecken sollten. Die fast 550 Steam-Rezensent*innen schwärmen mit Wortmeldungen wie „Mein liebstes Cozy-Game!“ oder „[…] die Story ist niedlich und das Gameplay macht Spaß“.
Wer stringent dem roten Handlungsfaden folgt, dürfte laut How Long to Beat mit einer Spielzeit von etwas mehr als fünf Stunden rechnen – Verfechter*innen der Vervollständigung können hingegen knapp 20 Stunden versenken. Sprich: Angesichts des Dumpingpreises und sehr positiven Kritiken, gibt es eigentlich keinen Grund, wieso Genre-Enthusiast*innen hier nicht eine Runde Hartgeld für Entwicklungsstudio Baltoro Games (Train Traffic Manager, Trash Punk) aufwenden sollten. Auf Steam gibt’s aktuell übrigens auch ein Angebot, bei dem Shooter-Spieler*innen schwach werden.
Quellen: Steam / Baltoro Games, ethebee, srs.not.noodles, YouTube / @BaltoroGames

