Die PlayStation 6 erscheint irgendwann in den kommenden Jahren – so viel dürfte feststehen. Unsicherheit herrscht allerdings in praktisch allen anderen Punkten: Wie viel wird Sonys Spielekonsole der Next-Generation kosten? Welche taufrischen Titel wird sie mitbringen? Und, wohl besonders bedeutsam: Welche Features sind an Bord?
Auf die letztere Frage finden sich nun ein paar zumindest halbwegs handfeste Antworten, denn Chefentwickler und Sony-Systemarchitekt Mark Cerny hat sich jüngst dazu hinreißen lassen, über künftige Technologien im Verbund mit AMD zu sprechen. Dabei gewährt man uns einige Einblicke, die offenbaren, wohin der Trend mit der PS6 gehen könnte.
Kommt die PlayStation 6 mit KI-Technologien? Systemarchitekt Mark Cerny macht Andeutungen
In einem Video auf dem offiziellen Kanal der Konsolenmarke spricht Cerny – seines Zeichens leitender Systemarchitekt beim japanischen Technikriesen – indirekt über eine potenzielle PlayStation 6. Gemeinsam mit AMD-Manager Jack Huynh referenziert er dabei verschiedene Innovationen, die vor allem auf die Grafik und die Nutzung Künstlicher Intelligenz abzielen, an denen aktuell im Rahmen des Projekts mit dem Namen Amethyst getüftelt wird. Eben jene Technologien würden derweil lediglich als Simulationen existieren, sollen aber „in einigen Jahren in einer zukünftigen Konsole“ eingesetzt werden, wie es ganz konkret heißt.
Klar, das Wort PlayStation in Kombination mit der Zahl Sechs fällt dabei an keiner Stelle. Dennoch dürfte dies ein eindeutiger Hinweis auf die kommende Konsolengeneration sein, mit der frühstens in ein paar Jahren gerechnet wird. Letzten Spekulationen zufolge könnte es aber bereits früher mit dem Launch der PlayStation 6 klappen als angenommen, stünde doch das Jahr 2027 ganz im bisherigen Release-Rhythmus. Gleich drei zentrale Entwicklungen stehen im Gesprächsverlauf im Vordergrund, die künftig als Grundlage für die Hardware der Zukunft dienen sollen.
Das vollständige Video seht ihr hier:
Eine von ihnen hört auf den Namen Neural Arrays und soll die GPU-Leistung vor allem bei rechenintensiven Machine-Learning-Prozessen optimieren, indem Recheneinheiten Daten gemeinsam verarbeiten können. „Die Effizienzgewinne daraus werden ein echter Wendepunkt, wenn wir die nächste Generation von Upscaling- und Denoising-Technologien entwickeln“, so Cerny. Hinzu gesellen sich die sogenannten Radiance Cores, mit denen Licht- und Reflexionserechnungen auf ein neues Level gehievt werden würden. Sie übernehmen die komplette Ray- und Path-Tracing-Verarbeitung – „eine schnellere und sauberere Pipeline“, wie Huynh erklärt, mit der man der GPU mehr Spielraum für Beleuchtung und Shader lässt.
Auch spannend: PlayStation 6: Insider schafft Spekulationen aus der Welt – so stark soll Sonys Spielekonsole wirklich werden
Zu guter Letzt konzentriere man sich auf die Universal Compression, die vor allem bei Speicherengpässen greifen soll, indem sämtliche Daten automatisiert komprimiert werden, anstelle bloßer Texturen. Dadurch würde man den Bandbreitenbedarf senken, während Bildrate und Detailgrad steigen. Man sei „sehr gespannt, welchen Einfluss diese Verbesserungen auf zukünftige Spiele haben werden“, verrät Cerny weiter. KI-unterstützte Upscaling-Technologien stoßen unter den Nutzerinnen und Nutzer nicht ausschließlich auf Begeisterung, wird ihnen doch nicht selten nachgesagt, sie seien inkonstant und würden – in Abhängigkeit zum jeweiligen Titel – für Qualitätseinbuße sorgen.
Tatsächlich bereitet Franchise-Fans aber etwas ganz anderes Sorgen: Der potenzielle Preis der PlayStation 6 könnte jüngsten Informationen nach durch die Decke schießen, was mitunter an der hochmodernen Hardware, die verbaut sein soll, liegen dürfte.
Quellen: YouTube / PlayStation

