Die Nintendo Switch 2 liegt seit rund drei Monaten bei den Fans zuhause. Neben den ersten Exklusiv-Titeln sind auch starke Third-Party-Spiele wie Cyberpunk 2077, Split Fiction oder Street Fighter 6 früh auf die Hybrid-Konsole portiert worden; Elden Ring oder Final Fantasy 7 Remake folgen noch.
Für viele Entwickler*innen tut sich jedoch anscheinend ein unangenehmes Problem auf, was darin resultiert, dass Spiele – ob neu oder als Portierung – nicht wie gewünscht auf die neue Nintendo-Konsole gebracht werden können. In ihrem Podcast ist das Gaming-Portal Digital Foundry auf dieses Problem eingegangen.
Nintendo Switch 2: Behindert Nintendo den eigenen Fortschritt?
So gäbe es für viele Entwicklungsstudios nicht die Möglichkeiten, an Dev Kits für die Nintendo Switch 2 zu kommen – also an Versionen auf der Konsole, auf der eine mögliche Portierung eines Spiels oder ein Prototyp eines neuen Titels getestet werden kann. „Wir haben mit einer Menge von Entwickler*innen auf der gamescom gesprochen und sehr viele schilderten dieses Problem“, weiß John Linneman, Senior Staff Writer von Digital Foundry zu berichten.
Den Podcast, mit Zeitstempel an der entsprechenden Stelle, könnt ihr hier sehen:
„Nintendo scheint die Entwicklung für die Switch 2 in gewisser Weise fast zu behindern“, meint Linneman sogar. Stattdessen würde den betroffenen Studios seitens Nintendo nahegelegt, doch die Spiele für die erste Switch herauszubringen und auf die Abwärtskompatibilität zu vertrauen. „Sie [die Studios] wollen Switch 2-Versionen entwickeln, sie kommen nur nicht an die Hardware.“
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Große Studios wie CD Projekt Red oder FromSoftware dürften ihre Dev Kits schon vor über einem Jahr bekommen haben, gemessen an der Größe ihrer Spiele, die sie auf die Nintendo Switch 2 bringen. Dass selbst jetzt, Monate nach Release der Konsole, Entwicklerstudios darum kämpfen müssten, an die speziellen Geräte zu kommen, kann auch Oliver Mackenzie von Digital Foundry nicht verstehen. „Schon vor ein paar Monaten war im Buschfunk zu hören, dass einige große Studios ausgeschlossen wurden und gleichzeitig seltsame Entscheidungen zugunsten von Indie-Entwickler*innen fielen, die ein Kit bekommen haben.“
Das sei grundsätzlich eine gute Sache, aber „dann ist da dieses Campfire Game [Chillin‘ by the Campfire, Anm. d. Red.]; die haben Dev Kits bekommen und andere Studios, die AAA-Titel entwickeln, müssen Schlange stehen.“ Es existierten nur sehr wenig Spiele für die erste Switch, die nicht von einer Portierung auf die Nachfolgerkonsole profitieren würden, so Mackenzie weiter. Dennoch gäbe es bisher wenige Switch 2-Editionen von Third-Party-Titeln, wie zum Beispiel No Man’s Sky von Hello Games.
Quelle: Youtube / Digital Foundry

